01.12.2015

Statist mit tragender Rolle

Vier Bühnen im Mozarteum in Salzburg mussten im Sommer 2015 saniert werden und sollten dabei eine hoch strapazierfähige Oberfläche erhalten. Zum Einsatz kam ein farbiger Holzsiegellack auf Acrylat-Polyurethanbasis, der speziell für die schnelle und unkomplizierte Beschichtung von Holzbühnen, Parkettböden und alle Arten von Holzwerkstoffen entwickelt wurde.

Die Universität Mozarteum Salzburg bietet über 40 künstlerische und pädagogische Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, Darstellende und Bildende Kunst an. Rund 1.600 junge Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt erhalten hier eine umfassende Ausbildung in zahlreichen Instrumentalfächern, in Komposition, Dirigieren, Gesang, Musiktheater, Schauspiel, Regie, Bühnenbild, Musik- und Tanzpädagogik, Kunst- und Werkpädagogik sowie in Musikpädagogik und Musikwissenschaft. Im Rahmen des Studiums sind Studierende und Lehrende gemeinsam künstlerisch aktiv und stellen sich der Öffentlichkeit in zahlreichen Konzerten, Theater-, Tanz- und Opernproduktionen vor. Dafür stehen im neuen Mozarteum neben dem Kammermusiksaal „Solitär“ eine ganze Reihe von Veranstaltungsräumen zur Verfügung. Das Gebäude, das 2006 bezogen wurde, beherbergt u. a. das große Studio für größere Konzerte, Opern- und Theateraufführungen, das kleine Studio für Veranstaltungen im kleineren Rahmen und das kleine Opernstudio für die Probenarbeit zu Theater- und Opernproduktionen. Als neue Spielstätte kam 2010 noch das Theater im Kunstquartier hinzu, das in der ehemaligen Salzburger Druckerei eröffnet wurde.

Strapazierfähige Versiegelung gesucht
Vier der Bühnen sollten im Sommer 2015 in den Semesterferien überarbeitet werden. Solche Sanierungsarbeiten finden regelmäßig einmal im Jahr statt, denn der Bühnenboden ist hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Konzertflügel, die regelmäßig auf den Bühnen hin- und hergerollt werden, setzen ihm ebenso zu wie schwere verschiebbare Kulissen oder die Stiefel der Soldaten, die in einer Inszenierung von „Carmen“ über die Szene marschieren.

Zur Beschichtung der Bühnenböden wurde deshalb ein Material gesucht, das hoch strapazierbar ist. Darüber hinaus sollte es schnell und unkompliziert zu verarbeiten sein und möglichst keine Emissionen verursachen. Auf Empfehlung der Franz Habisreutinger GmbH & Co. KG in Weingarten kam die Delta Bühnen- und Bodenlasur 9.01 zum Einsatz, ein geruchsneutraler farbiger Holzsiegellack auf Acrylat-Polyurethanbasis, der speziell für derartige Einsatzzwecke entwickelt wurde. Dabei empfiehlt sich das wasserbasierte Eintopfsystem überall dort, wo es besonders schnell gehen muss: Es lässt sich nach dem Anstrich ohne Zwischenschliff problemlos mit sich selbst überarbeiten. Bereits nach vier Stunden kann die Fläche erneut beschichtet werden und nach 12 Stunden ist sie voll belastbar.

Auch die Bühnen im Mozarteum wurden so in kürzester Zeit in Stand gesetzt. Bei dem großen Studio mit einer Bühnenfläche von ca. 630 Quadratmetern nahmen die Arbeiten zwei Tage in Anspruch; das kleine Studio mit 174 Quadratmetern und das Opernstudio mit 190 Quadratmetern Bühnenfläche sowie die Bühne des Theaters im Kunstquartier mit 210 Quadratmetern waren bereits nach einem Tag wieder bespielbar. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Malerei Durchner GmbH aus Salzburg. Das Material wurde mit der Rolle als Grund-, Zwischen- und Schlussbeschichtung in Schwarz (RAL 9005) mit einem Ganzgrad unter 10 Einheiten appliziert. Die sehr matte Oberfläche erhöht dabei den „Schwarzeindruck“, sie ist extrem lichtschluckend und reduziert die Reflexion der Bühnenbeleuchtung, wodurch das Augenmerk ganz auf das Bühnengeschehen fokussiert wird.

Langzeitschutz - auch bei hoher Belastung
Die äußerst strapazierfähige Oberfläche hält mechanischen wie auch chemischen Belastungen sicher stand. Auch Rückstände von Klebebändern, mit denen während der Proben die Positionen der Akteure auf der Bühne markiert werden, lassen sich rückstandslos wieder entfernen. Durch ihre hohe Elastizität macht die Beschichtung zudem alle Bewegungen des Holzuntergrundes mit und selbst die mechanischen Veränderungsmöglichkeiten des Bühnenbodens stellen kein Problem dar. Die neue mattschwarze Bühnenbeschichtung nimmt sich zwar ganz zurück - sie spielt aber eigentlich die „tragende Rolle“.

Kontakt

Christopher Jahn

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